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Presseberichte
Zitat aus Pegnitz-Zeitung, 17. Juli 2001:

In drei Wochen weiß man mehr...

"Wir waren am Abend kaputt, aber glücklich", bringt "Hauptorganisatorin" Sabine Beiküfner die Stimmung auf den Punkt. Zeitweise mussten die Leute sogar anstehen, länger als zehn Minuten habe dank der vielen freiwilligen Helfer aber niemand warten müssen. Zehn Blutabnehmer (Röthenbacher Ärzte und Vertreter des Roten Kreuzes) waren vormittags im Einsatz, noch einmal so viele Helfer des ASB am Nachmittag. Zusätzlich übernahmen rund 40 Freiwillige der "Wilden Quastler" und des BRK die notwendigen Schreibarbeiten. Getränke Ziegler, die Brauerei Wolfshöhe und die Brauerei Enzensteiner stellten die Getränke. "Ohne diese und all die anderen freiwilligen Helfer hätten wir die ganze Sache überhaupt nicht durchführen können", betont Sabine Beiküfner.
Eines ist ihr bei den Blutspendern, die zumeist aus Röthenbach, aber auch aus Nürnberg und sogar Bad Tölz kamen, besonders aufgefallen: Es waren viele Familien mit Kindern darunter, die das Schicksal der vierjährigen Anja sehr bewegte. An dem Mädchen aus Hirschaid war die Aktion "aufgehängt", die aber auch anderen Leukämiekranken zugute kommen soll.
Die Blutproben wurden noch am Sonntagabend zum Flughafen nach Stuttgart gefahren. Von dort werden sie in die USA gebracht, wo sie ausgewertet werden. Dies ist in den Vereinigten Staaten nämlich wesentlich preiswerter als in Deutschland. In etwa drei Wochen, so schätzt Sabine Beiküfner, steht fest, ob die Gewebemerkmale eines Röthenbacher Spenders mit einem der Leukämiekranken übereinstimmen, die auf eine lebensrettende Knochenmarkstransplantation warten.

Größer ist die eigentlich sehr kleine Chance bei Menschen, die in unmittelbarer Nähe des Kranken wohnen. Selbst wenn sich im Moment kein passender Spender finden sollte, so bleiben alle Daten doch in der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) gespeichert und können auf diese Weise vielleicht in einigen Jahren einem Patienten helfen. "Die Aktion kommt also auch unserer Region zugute", erklärt Sabine Beiküfner.
Einen "Nachteil" hat die tolle Bereitschaft zum Blutspenden der Röthenbacher allerdings: Da die Auswertung jeder einzelnen Probe 100 Mark kostet, sind allein für die Röthenbacher Aktion mehr als 100000 Mark nötig. Trotz vieler privater Spenden und Benefizveranstaltungen fehlen derzeit noch knapp 60000 Mark. Zwar übernimmt die DKMS notfalls diesen Betrag, doch das Geld fehlt dann wieder für weitere Aktionen. Deshalb hoffen Sabine Beiküfner und ihre Mitstreiter, dass auch in den nächsten Tagen und Wochen noch Spenden eingehen.
Fast 23000 Mark kamen allein direkt vor Ort in der Steinbergschule zusammen, weitere 23000 Mark sind bisher auf dem DKMS-Konto eingegangen. "Großspender" in den letzten Tagen waren die Stadtwerke Röthenbach und die Gasversorgung (je 500 Mark), die Stadt Röthenbach selbst (2500 Mark), der TSV (1490 Mark), die Bamberger Gaststätte Fäßla" (920 Mark) sowie der MSC Röthenbach gemeinsam mit Opel Hammer, die die Einnahmen der Kart-Aktion am Gewerbetag (über 2000) Mark zur Verfügung stellten. Darüber hinaus nutzten zahlreiche weitere Geschäftsleute den Gewerbetag für die "Anja-Hilfe", hier stehen die Ergebnisse zum größten Teil noch aus.

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