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Presseberichte

Niederschrift des Fernsehinterviews mit Michael Sporrer aus der Reihe "RTL - Franken live" von Lars Wimmer, 2. August 2001:

Moderator (Einleitung): Wir möchten heute mit Ihrer Hilfe helfen. Die 5-jährige Anja aus Hirschaid ist totkrank. Seit drei Jahren leidet das Mädchen an einer sehr seltenen Form der Leukämie. Trotz einer bundesweiten und sogar weltweiten Suchaktion konnte bislang noch kein passender Knochenmarkspender für Anja gefunden werden.

Anfang Bericht: Eigentlich ein kleines Mädchen wie jedes andere auch. Anja spielt am liebsten mit ihrem Bruder und tollt im Kinderzimmer rum. Doch nur sehr selten haben Kinder in ihrem Alter bereits soviel durchgemacht wie sie. Vor zwei Jahren wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert. Ihr blutbildendes System ist schwer geschädigt, nur eine Knochenmarkspende kann sie auf Dauer am Leben halten.

Anjas Vater (Teil des Berichts): Die Anja ist in Deutschland die 14. Patientin mit dieser Krankheit, ist eine sehr seltene Krankheit, dreizehn, also, sind mittlerweile transplantiert, gelten mittlerweile als geheilt, und wir suchern weiter nach., bisher vergebens, einem geeigneten Spender.

Fortsetzung Bericht: Hochdosierte Cortisonbehandlungen und Chemotherapien lindern zwar die Symptome, aber ohne eine Stammzellentransplantation besteht keine Aussicht auf Heilung. Über 90 Verwandte und Familienangehörige liesen sich bereits testen, ob ihr Knochenmark für die kleine Anja geeignet ist. Leider genauso erfolglos wie die Suche in einer sechs Millionen Menschen umfassenden Spenderdatei. Um diese Tests überhaupt finanzieren zu können wurde im Oktober 2000 der Verein Hilfe für Anja gegründet.

Moderator (Interview Beginn): Und der Vorsitzende dieses Vereins, Michael Sporrer, ist jetzt bei uns im Studio, Herr Sporrer, guten Abend.

Michael Sporrer: Guten Abend.

Moderator: Wie geht es denn der Anja im Moment?

Michael Sporrer: Anja geht's soweit ganz gut, sie hat nur in den letzten Wochen ein paar Fieberschübe gehabt, aber die haben die Ärzte eigentlich recht gut unter Kontrolle gebracht.

Moderator: Wie kann man diesem Mädchen helfen, ganz konkret, im Moment?

Michael Sporrer: Ganz konkret: die Anja wartet also auf einen Knochenmarkspender, das kann man machen über Typisierungsaktionen, wir hatten ja vor kurzem erst eine Aktion in Röthenbach bei Lauf, sind also 1000 Leute gekommen und es wäre natürlich wichtig, wenn sich viele Leute ihr Blut testen lassen würden.

Moderator: Konkret, wie funktioniert des, mal angenommen, ich möchte mich testen lassen, was muss ich dann tun, wie ist da die Abfolge?

Michael Sporrer: Man geht zu einer Typisierungsaktion, dann lässt man sich 10 ml Blut entnehmen und das wird dann ausgewertet und mit Anjas Blutwerten verglichen.

Moderator: Man hört ja immer wieder Horrorgeschichten ... ähm ... Menschen haben Angst, dass ihnen aus dem Rückenmark was entnommen wird. Aber das stimmt alles gar nicht.

Michael Sporrer: Ne, um Gottes Willen, Rückenmark, also, hat damit überhaupt nichts zu tun. Es handelt sich um Knochenmark. Es gibt zwei Arten, entweder das Knochenmark wird aus dem Beckenkamm entnommen oder eben die periphere Art, wie bei der Dialyse funktionert das, dass die Stammzellen rausgefiltert werden. Ist also fast kein Risiko, nur das normale Narkoserisiko.

Moderator: Also im Endeffekt ein kleiner Stich, der das Leben von Anja retten kann.

Michael Sporrer: Nicht nur von Anja sondern auch von vielen anderen Menschen, denn jeder , der sich typisieren lässt, ist in der weltweiten Datei registriert, die also für jeden zugänglich ist.

Moderator: Wo muss man sich als erstes melden, wenn man sich typisieren lassen möchte?

Michael Sporrer: Entweder bei den Typisierungsaktionen, die wir veranstalten, oder man kann's auch über den Hausarzt machen, dann muss man sich aber zuerst mit der deutschen Knochenmarkspenderdatei in Tübingen in Verbindung setzen, die den Erfassungsbogen Ihnen zusenden.

Moderator: Eins sollte man vielleicht nicht verschweigen: es kostet ein bisschen Geld, so ne Typisierung.

Michael Sporrer: Wir müssen 100 DM bezahlen für jede Typisierung, die natürlich nicht von den Menschen, die sich typisieren lassen, verlangt wird, sondern wir bitten daher um Spenden. Das ist natürlich sehr wichtig, ist kein Geld da, kann nicht typisiert werden. Darum hoffen wir natürlich auf sehr viele Spenden. Es hat sich ja u.a. auch der 1. FC Nürnberg schon daran beteiligt und wir würden uns freuen, wenn sich weitere Firmen oder Vereine an dieser Aktion beteiligen würden!

Moderator: Das heißt also, um es noch mal zu sagen: wenn ich mich typisieren lassen möchte, dann muss nicht ich das Geld zahlen, sondern das macht der Verein Hilfe für Anja. Und Sie sind natürlich auf Spenden angewiesen.

Michael Sporrer: Genau. Wir bitten jeden, der sich typisieren lässt, ob er einen kleinen finanziellen Beitrag leisten will, und den Rest müssen wir eben schauen, dass wir das über Aktionen rausbringen, das Geld.

Moderator: Äm wir kann ich Sie finanziell unterstützen?

Michael Sporrer: Wir haben eine Internetadresse, dort sind die Spendenkonten dort, oder man kann es auch direkt über die DKMS in Tübingen machen.

Moderator: Dann hoffe ich für Sie, dass sich viele Menschen typisieren lassen und dass Ihnen vielleicht auch viele finanziell ein bisschen unter die Arme greifen und drücke Ihnen und v.a. Anja die Daumen, dass bald ein Spender gefunden wird. Danke schön, dass Sie bei uns waren, Michael Sporrer vom Verein Hilfe für Anja. Danke schön


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