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Presseberichte
Zitat aus Oberpfalznetz, 5. Oktober 2002:
Kemnath. (sp) Ganz Kemnath kämpft für Anja. Unter dieses Motto hatten die
Organisatoren die Typisierungsaktion am "Tag der deutschen Einheit" in der
Realschule gestellt. 611 Menschen, nicht nur aus Kemnath, sondern aus der ganzen
Region kamen um sich typisieren zu lassen - und sie spendeten gleichzeitig was das Zeug
hielt - über 10.000 Euro.
Außerdem hatte "Antenne Bayern hilft" die Aktion mit 5000 Euro unterstützt.
Den gleichen Betrag sammelten der Verein "Hilfe für Anja" und die Kemnather
Organisatoren Stefan und Uschi Prechtl im Vorfeld bei Firmen und Vereinen.
Zudem verzehrten die Kemnather über 50 Kuchen, tranken knapp 40 Liter Kaffee,
aßen hunderte Bratwürste und brachten so nochmals rund 1.500 Euro in die Kassen.
Weit über 100 freiwillige Helfer, Blutabnehmer, Ärzte, Kuchenverkäufer und
Kuchbäcker opferten ihren freien Tag um die Aktion zu unterstützen. Somit liegt der
reinerlös bei weit über 20.000 Euro.
"Das ist ein Wahnsinnsbetrag", freute sich auch Michael Sporrer vom Verein
"Hilfe für Anja" aus Kirchenhumbach.
Kegeln und Torwandschießen für die gute Sache hieß es beim Bayernfanclub
"Bavaria Kemnath" unter der Federführung des Vorsitzenden Rainer Kische. Die beste
Kugel schob Gerhard Gallei aus Fürth. Er erreichte 32 Holz. Helmut Koller aus
Eisersdorf bei Kemnath versenkte beim Torwandschießen dreimal den
Ball: Beide können sich über je eine Eintrittskarte für den Bundesligaschlager
Bayern München gegen Bayer Leverkusen freuen.
"Kunst und Krempel" verkaufte der Kinderschutzbund. Von der Playmobilritterburg
über verschiedenste Kuscheltiere bis hin zum Kemnather Stadtwappen umfasste der
Basar den die Helfer mit ihrer Vorsitzenden Christl Hufnagl aufgebaut hatten.
Der Erlös aus diesen Aktionen ist ebenfalls für den guten Zweck bestimmt.
Bürgermeister Werner Nickl, er hatte die Schirmherrschaft übernommen, war
einer der ersten, der sich sein Blut abnehmen ließ. Er überreichte zudem
einen Scheck. Auch Bürgermeister Peter Merkl, von der Nachbargemeinde
Immenreuth kam mit Frau und Tochter um sich typisieren zu lassen. Gleiches
gilt für den neuen Kemnather Stadtpfarrer Konrad Amschl. Er regte
eine ähnlich Aktion im Stiftland an und versprach diese zu tatkräftig zu
unterstützen.
Auf einen kurzen Besuch kam auch Maria Götz aus Kastl vorbei, die im
Dezember letzten Jahres (wir berichteten) für einen kleinen Jungen in der Schweiz
Knochenmark gespendet hat.
"Das Organisationsteam vor Ort hat hervorragende Arbeit geleistet", bedankte
sich Michael Sporrer. "611 neue Spender in der Datenbank sind 611 neue
Lebenschancen für viele Menschen, die auf einen geeigneten Knochenmarkspender warten",
so Michael Sporrer. "Was das Team um Stefan und Uschi Prechtl geleistet hat,
ist toll. 611 Menschen zu mobilisieren, obwohl in der Umgebung schon sehr viele
Typisierungsaktionen veranstaltet wurden, ist eine stolze Leistung!" Er dankte allen
freiwilligen Helfern, die ihren Feiertag geopfert hatten, um dies zu ermöglichen.
Noch in der Nacht wurden die Blutproben vom Stuttgarter Flughafen nach Amerika geflogen,
wo sie umgehend ausgewertet werden. Nach Amerika deswegen, weil es in Deutschland keine
Labors gibt, die diese Massen für 50 Euro je Probe werten können. Aus diesem Grund werden
zur Finanzierung solcher Aktionen Spenden gesammelt, da die Krankenkasse nichts übernehmen.
Die Kosten für die Aktion in Kemnath belaufen sich auf 30.550 Euro. Deshalb ist der
Verein "Hilfe für Anja" auch weiterhin auf die Spenden angewiesen. Wer die Aktion im
Nachhinein noch unterstützen will, kann dies tun unter:
Hilfe für Anja e. V.
Raiffeisenbank Eschenbach - BLZ 753 600 11
Kontonummer 7 55 55 55.
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