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Presseberichte
Zitat aus Mainpost, 2. November 2002:
228 Blutspenden für Anja
Rimpar (EMK) - 228 Menschen ließen sich Blut abnehmen, um als mögliche
Stammzellenspender typisiert zu werden, um der sechsjährigen Anja und vielen anderen
Patienten auf der ganzen Welt zu helfen, die an todbringenden Bluterkrankungen leiden. Die
Rimparer Aktion hatte Andreas Münch ins Leben gerufen, Bürgermeister Burkard Losert war
Schirmherr.
Das Schicksal der kleinen Anja bewegt seit vier Jahren die Menschen in Deutschland. Sie
leidet an Morbus Farquhar, einer seltenen Erkrankung des blutbildenden Systems. Nur durch
eine Stammzellenspende kann ihr geholfen werden. Allerdings hatte sie bisher kein Glück,
unter den für sie typisierten Blutproben war noch kein für sie passender Spender dabei.
Andreas Münch, selbst Vater von zwei Kindern, schloss sich spontan dem Verein "Hilfe für
Anja e.V." an, als er vom Schicksal der Kleinen hörte. Seitdem ist er unermüdlich aktiv,
um Blut- und Geldspenden zu sammeln und große Spendenaktionen zu organisieren. In Rimpar
kamen außer den 228 Blutproben mehr als 10 000 Euro zusammen. Die sind auch notwendig,
denn die Typisierung einer einzigen Blutspende kostet 50 Euro. Und nur mit der Typisierung
kann man die Blutspenden in das Zentrale Knochenmarkspenderregister Deutschland eintragen
lassen, wo sie dann allen Patienten zugänglich sind. Bei den Blutentnahmen arbeitet der
Verein mit Prof. Markus Böck und der Abteilung für Transfusionsmedizin der Universitätsklinik
in Würzburg zusammen.
Vom Rektor der Schule, dem Hausmeister, den Arzthelferinnen der örtlichen Arztpraxen, den
First Respondern der Freiwilligen Feuerwehr bis zu den Kuchenbäckerinnen aus den Vereinen
halfen in Rimpar alle zusammen, um Anja und anderen Patienten Hoffnung zu geben.
Münch, der auch im persönlichen Kontakt zu Anjas Familie steht, weiß, wie wichtig diese
Solidaraktionen für die Betroffenen sind. "Bisher haben sich 40 000 Spender für die Aktionen
des Vereins 'Hilfe für Anja' zur Verfügung gestellt - das ist einmalig in der Geschichte!",
begeistert sich der Krankenpfleger über die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen.
Die nächste Gelegenheit, die Arbeit des Vereins zu unterstützen, bietet sich am 15. November
beim Benefizkonzert des Heeresmusikkorps 12 in den Mainfrankensälen Veitshöchheim.
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