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Presseberichte
Zitat aus Mainpost, 8. November 2003:

Chance auf ein gesundes Leben

Rimpar - Schlaflose Nächte, weil der zweijährige Luka einen Backenzahn bekommt, nimmt Andreas Münch aus Rimpar gerne in Kauf. Er ist dankbar für seine beiden gesunden Söhne Mirko und Luka - und engagiert sich seit drei Jahren für Anja, ein Mädchen, dessen Leben von einer schweren Erkrankung des blutbildenden Systems, bedroht ist.

Als Mitglied des Vereins "Hilfe für Anja" organisiert er Aktionstage, um der inzwischen siebenjährigen Anja aus Bamberg und vielen weiteren an Bluterkrankungen leidenden Menschen eine neue Chance auf ein gesundes Leben zu ermöglichen.

Der 38-jährige Club-Fan erfuhr über die Homepage des FC Nürnberg von der ersten Typisierungsaktion, die der Vereinsgründer von "Hilfe für Anja e.V.", Michael Sporrer, vor drei Jahren vor dem Frankenstadion organisierte. Mehr als 500 Menschen ließen sich damals Blut entnehmen, das anschließend durch eine Laboranalyse auf die Gewebemerkmale hin untersucht, d.h. typisiert, wurde.

Sporrer erhielt für sein Engagement inzwischen die Verdienstmedaille der Bundesrepublik
Deutschland, "eine tolle Anerkennung für die Arbeit unseres mit rund 40 Mitgliedern eher kleinen Vereins", freut sich Münch.

Anjas Erkrankung ist vor Kurzem zum Stillstand gekommen, dem Mädchen geht es im Moment gut. Stillstand heißt jedoch nicht Heilung, auch wenn es Fälle von Spontanheilungen gibt. "Jeder von uns, Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, kann schon morgen auf eine lebensrettende Stammzellenspende angewiesen sein", betont der Krankenpfleger.

Insgesamt über 40 000 Blutentnahmen wurden im Hinblick auf Anjas Erkrankung bisher typisiert. Dennoch war für sie nicht der passende Spender dabei. Alle Spender werden in eine weltweite Datenbank für Stammzellenspender eingetragen. Die Aktionen retteten schon einigen an Leukämie erkrankten Menschen das Leben.

Andreas Münch trug dazu mit einem treuen Helferteam, dem auch ehemalige Spender und Spendenempfänger angehören, bei. Gleich die erste von ihm organisierte Typisierungsaktion war ein Reisenerfolg: Im September 2001 ließen sich 1067 Leute in Veitshöchheim typisieren und spendeten mehr als 50 000 Euro.

"Bei uns kann wirklich jeder helfen", freut sich Andreas Münch und sagt auch gleich wie: "Wer Probleme damit hat, an seinen gesunden Körper Hand anlegen zu lassen - bei der Blutentnahme oder später bei einer eventuellen Stammzellenspende - kann Geld für die Typisierung spenden, das ist genauso wichtig."

Jeder Euro, der dem Verein gespendet wird, dient ohne Abzüge der Typisierung der Blutspenden, betont er. Alle im Verein arbeiten absolut ehrenamtlich und verzichten auch auf Aufwandsentschädigungen. Das ist nur möglich, weil wie im Fall von Andreas Münch, auch seine Familie, besonders seine Frau Nicole, hinter seinem Engagement stehen. Auch seine Kollegen von der Uniklinik tauschen bereitwillig den Dienst, wenn ihr Kollege in Sachen Anja unterwegs ist.

Das wird bald wieder nötig sein, denn am Sonntag, 16. November, heißt es von 11 bis 16 Uhr in Maidbronn: "Retten Sie Leben - Helfen Sie Anja und vielen weiteren Patienten!" Die große Typisierungsaktion in Feuerwehrhaus Maidbronn steht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Burkard Losert und wird vom SV Maidbronn (Abteilung Fußball), der Freiwilligen Feuerwehr Maidbronn und dem SPD-Ortsverein Rimpar sowie der Abteilung für Transfusionsmedizin der Universitätsklinik Würzburg unterstützt.

Geldspenden für die Aktion gehen
an "Hilfe für Anja e.V.",
Konto 2635380,
BLZ 790 900 00, VR-Bank Rimpar.
Infos auch unter www.hilfe-fuer-anja.de.

Von unserer Mitarbeiterin EVA-MARIA KESS


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