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Presseberichte
Zitat aus Main-Echo, 4. Dezember 2003:
Leukämiekranken neue Hoffnung geben
Mitarbeiter der Main-Spessart-Krankenhäuser unterstützen geplante Typisierungsaktion
im April 2004
An Leukämie erkrankten Menschen soll geholfen werden
Karlstadt. Die "Aktion Hoffnung" haben die Main-Spessart-Krankenhäuser
gestartet und wollen möglichst viele Spenden zusammenbringen. Anlass ist die Leukämieerkrankung
des fünfjährige David aus einem Arnsteiner Stadtteil. Für den Buben ist zwar vor einigen Tagen
ein Stammzellenspender gefunden worden, aber es gibt jährlich in Deutschland allein
12 000 Neuerkrankungen. Viele von ihnen benötigen zur Heilung eine sogenannte
Stammzellentransplantation. Und genau deshalb machen die Main-Spessarter weiter mit der
Vorbereitung ihrer großangelegten Aktion.
Wichtig ist, genügend Spender zu finden. Dafür ist eine Typisierung nötig. Das Problem ist
deren Finanzierung, erläuterte Professor Markus Böck von der Abteilung für Transfusionsmedizin
der Uni Würzburg bei einem Vortrag am Dienstag Abend im Karlstadter Krankenhaus. Personen, die
sich als potentielle Knochenmark- beziehungsweise Stammzellenspender registrieren lassen wollen,
sollen zwischen 18 und 55 Jahre alt sein. Das Registrieren ist ganz einfach: Nach dem
Unterschreiben einer Einverständniserklärung werden dem potentiellen Spender etwa zehn bis
20 Milliliter Blut aus der Armvene entnommen. Damit ist für den möglichen Spender schon das
meiste erledigt. Einige Zeit später erhält er einen Brief, in dem ihm die Registrierung
schriftlich bestätigt wird.
Das Krankenhauspersonal steht voll hinter der Aktion: In den jeweiligen Kliniken in
Marktheidenfeld, Karlstadt und Lohr haben sich bereits rund 200 Mitarbeiter typisieren lassen
beziehungsweise akzeptieren den kleinen Pieks in den nächsten Tagen für die Blutentnahme.
Im Labor werden aus dem entnommenen Blut die wichtigsten Gewebemerkmale des Spenders bestimmt.
Diese Daten werden in anonymisierter Form unter einer sogenannten Spendernummer an das zentrale
Knochenmarkspender-Register Deutschlands (ZKRD) in Ulm gemeldet. Alle Spender aus Deutschland
sind dort gespendet. Via Computer ist es mit nahezu allen anderen Ländern vernetzt, so dass die
Daten der Grobtypisierung praktisch weltweit verfügbar sind. Derzeit sind weltweit 8,2 Millionen
Menschen registriert, darunter allein zwei Millionen in Deutschland - relativ so viel wie sonst
nirgendwo in der Welt. Falls irgendwo auf der Welt ein Patient erkrankt und einen
Knochenmark-/Stammzellenspender benötigt, wird zunächst national und dann international in den
Zentralregistern nach in der Gewebetypisierung übereinstimmenden Spendern gesucht.
Wird er gefunden, beispielsweise aus der Spenderdatei der Uni Würzburg, wird die Abteilung für
Transfusionsmedizin in Würzburg darüber informiert. "Wir bitten den Spender um eine zweite
Blutprobe und führen eine sogenannte Feintypisierung durch", erklärt Dr. Erdwine Klinker,
die den Professor zu seinem Vortrag nach Karlstadt begleitet hat. Danach wird eine weitere
Untersuchung aus Sicherheitsgründen in der Klinik des Patienten wiederholt, und wenn die
Ergebnisse dann noch immer übereinstimmen, kommt der Spender tatsächlich in Frage.
Die erste sogenannte "Grobtypisierung" wird von niemanden bezahlt, weder von den
Krankenkassen noch von anderen staatlichen Organisationen und muss ausschließlich aus privaten
Spendengeldern finanziert werden. Eine Typisierung kostet 50 Euro. Maria Schneider von der
Karlstadter Krankenhausleitung hofft, dass genug Geld für eine geplante große Typisierungsaktion
am 18. April zusammenkommt. Diese ist geplant in Zusammenarbeit mit der Würzburger
Uniklinik und dem gemeinnützigen Verein "Hilfe für Anja". Alle Vereine sind bereits
in einem Rundbrief angeschrieben worden zu helfen und auch Bürgermeister sind angesprochen, die
Aktion in ihren Gemeinden zu unterstützen. Erste Erfolge vermeldet bereits Maria Schneider:
Ein anonymer Spender übergab 1000 Euro; die Theaterspieler des Karlburger Musikvereins
werden einmal im Dezember zugunsten der Aktion auftreten. Im Karlstadter Krankenhaus haben
Mitarbeiter Plätzchen gebacken, die sie zugunsten der Aktion verkaufen.
Mit ins Boot genommen wurde der Verein "Hilfe für Anja", weil er als gemeinnütziger
Verein Spendenquittungen ausstellen kann, erläuterte am Vortragsabend Mitglied Andreas Münch.
Wer mithelfen will, kann spenden für die Aktion Hoffnung:
Raiffeisenbank Karlstadt 5777666, BLZ 790 691 50;
Sparkasse Mainfranken 439 11 007, BLZ 790 500 00.
Empfänger ist der Verein "Hilfe für Anja". sys
 Die "Aktion Hoffnung" ist eine Initiative der Main-Spessart-Krankenhäuser,
um möglichst viele Spenden für eine große Typisierungsaktion am 18. April 2004
zusammenzubekommen. Zum Organisationsteam gehören dazu: Dr. Peter, Anästhesist am Kreiskrankenhaus
Karlstadt, Günter Betz, Stellvertretender Referent der Main-Spessart-Krankenhäuser,
Dr. Erdwine Klinker, Uni-Klinik Würzburg, Maria Schneider, Geschäftsleitung Krankenhaus
Karlstadt, Prof. Dr. Markus Böck, Uni-Klinik Würzbrug, Andreas Münch, Verein
"Hilfe für Anja" (von links)
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