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Presseberichte
Zitat aus Mainpost, 14. April 2004:

Große Hilfsaktion im Landkreis

Main-Spessart - Seit 1998 ist die Bevölkerung in Main-Spessart aufgerufen, ihren Beitrag zum Kampf gegen die Leukämie zu leisten. Einzelschicksale im Landkreis sensibilisieren die Menschen seit Jahren für diese oft tödlich verlaufende Blutkrebs-Erkrankung. Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen und Vereinskameraden organisierten die Hilfsaktionen mit Ärzten, Rotes Kreuz und Knochenmarkspenderdateien. Die Resonanz wuchs mit jedem neuen Krankheitsfall und mehr Informationen über diesen bösartigen Krebs, der auch immer mehr Jugendliche und Kinder heimsucht.

In vielen Fällen konnten die enormen Spenden-Eingänge und die Teilnahme an Typisierungsterminen den erkrankten Menschen selbst in Main-Spessart nicht mehr helfen. Sie mussten sterben. Aber der Einsatz jedes Einzelnen, seinen Beitrag gegen diese furchtbare Krankheit zu leisten, ist nicht umsonst. In Deutschland und weltweit warten Hunderttausende Leukämie-Erkrankte auf einen Stammzellen-Spender.

Die erste große Aktion, die die Menschen im Landkreis in ihrer Anteilnahme enger zusammenrücken ließ, galt der 18-jährigen Jasmin aus Gemünden. Am 26. Juli 1997 ließen sich 508 Erwachsene in der Laudenbacher Mehrzweckhalle typisieren. Neben den Ärzten, Rotkreuzlern und Karlstadter Stadtbediensteten sorgten 20 Karlstadter Gymnasiasten für einen reibungslosen Ablauf. Parallel dazu lief ein Termin beim Open air "Umsonst und Draußen". Die 18-Jährige, die bereits mit 13 Jahren erkrankt war, verlor den Kampf.

Im Juli 1999 lief die "Hilfe für Manni" aus Frammersbach an. 2500 Menschen bis nach Hessen folgten dem Aufruf von Manfred Urbans Sportfreunden, sich typisieren zu lassen. Der 42-jährige Vater von drei Kindern starb Anfang November 1999 an Nierenversagen. Eine Woche vorher hatte die Transplantation begonnen.

"Helft Lisa" - die Aktion lief im Spätherbst 2000 an. Das Schicksal des tapferen fünfjährigen Mädchens aus Karlstadt rührte die Menschen besonders und brachte eine nicht gekannte Welle der Hilfsbereitschaft in Bewegung, die in den Bundeswehrkasernen und in ganz Unterfranken anrollte: 351 000 Mark Spenden. Allein 2174 Personen ließen sich am 17. Februar 2001 im Pfarrsaal "Zur Hl. Familie" typisieren. Ärzte und Rotes Kreuz arbeiteten ehrenamtlich. Doch einen Tag danach starb das Kind.

Im Mai 2002, eine Woche vor der Transplantation, starb Helene Dörr aus Krommenthal. Seit dem Start der "Hilfe für Helene" im Herbst 2001 kamen über 62 000 Mark an Spenden zusammen. 402 Personen ließen sich in der Lohrer Stadthalle typisieren. Die 45-Jährige hinterließ drei Kinder.

Das Anzahl der Geldspender und Menschen, die mit ihren Stammzellen helfen wollten, stieg bei Peter Hoh an. Das Schicksal des 29-jährigen Vaters einer einjährigen Tochter, geboren in Rettersheim, wohnhaft in Nordheim, mobilisierte 4000 Menschen und brachte 190 000 Euro zusammen. Hoh schaffte es nicht. Er starb Ende Januar 2003.

Michael Gehret aus Karlburg, heute 22 Jahre, überlebte die Krankheit. Man hatte sie 2001 früh erkannt.

David, fünf Jahre alt, aus Dattensoll, hat die Stammzellen-Transplantion vor 70 Tagen gut überstanden. Er liegt allerdings noch mit hohem Fieber in der Tübinger Uni-Klinik. Für den kleinen Jungen war im Herbst 2003 die große "Aktion Hoffnung" über den Verein "Hilfe für Anja" angelaufen.


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