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Presseberichte
Zitat aus Mainpost, 20. Dezember 2004:
Tapferer David kann wieder lachen
Dattensoll/Seifriedsburg "Letztes Jahr sah unser Weihnachtsfest sehr viel trauriger
aus!" - Ein Jahr nach der groß angelegten Typisierungsaktion "Hilfe für David"
sieht Familie Schnabel in Seifriedsburg "Licht in der Finsternis". Der jetzt
sechsjährige David kann nach der Knochenmark-Transplantation wieder mit seiner Schwester Julia
herumtollen.
"Wir haben acht Monate mit unserem David gelitten", sagt Oma Gertrud Schnabel in
Dattensoll. David sei tapfer gewesen und habe alle Operationen ohne Murren über sich ergehen
lassen. "Aber jetzt wollen wir auch wieder gemeinsam lachen!"
Im Juni 2003 war Davids Krankheit entdeckt worden. Durch die Hartnäckigkeit der Eltern, die
ratlos vor der plötzlichen aufgetretenen ständigen Erschöpfung ihres Kindes und seinen
Bauchschmerzen standen, wurden mehrfach Untersuchungen durchgeführt, bis die Ursache entdeckt
war: Leukämie.
Die Typisierung, an der sich 625 Menschen aus dem Landkreis Main-Spessart beteiligten, war für
David Schnabel zwar ergebnislos, aber einem anderen Kind konnte damit geholfen werden.
Für die vielen Spenden, die eingegangen sind und die notwendig waren, um die Typisierungsaktion
durchführen zu können, sind die Eltern Evelyn und Klaus Schnabel sowie die Großeltern Gertrud
und Hans unendlich dankbar. "Wir hätten nie gedacht, dass wir so herzlich unterstützt
werden!"
Doch auch für David gab es einen Spender und am 3. Februar dieses Jahres erfolgte die
Transplantation in der Universitätsklinik in Tübingen. "Wir haben wochenlang um David
gebangt", so die Großeltern Gertrud und Hans Schnabel aus Dattensoll.
16 Wochen lag David völlig entkräftet in der Uniklinik in Tübingen. Mutter Evelyn war während
der gesamten Zeit bei ihrem Kind, und an den Wochenenden kamen Vater Klaus und Schwester Julia
zu Besuch. Ende Mai wurde David in die Station "Regenbogen" der Uni-Kinderklinik
Würzburg verlegt. Durchfälle, Erbrechen, Fieber schüttelten ihn und erschöpften den kleinen
Körper. Es sollte noch bis Ende August dauern, bis der Körper bereit war, die neuen Stammzellen
anzunehmen und die Nebenwirkungen der Chemotherapien zu bewältigen.
"Ich habe meinen David so sehr vermisst", sagt Schwester Julia. Überglücklich war sie,
als David im August endlich wieder nach Hause durfte. Er war immer noch schwach, musste darauf
achten, Infektionsgefahren aus dem Weg zu gehen, gewann aber zusehends an Kraft und
Lebensfreude.
Einmal wöchentlich muss David zur Kontrolle nach Würzburg in die Klinik fahren. Aber das macht
ihm nichts mehr aus, Hauptsache: "Ich darf dann wieder nach Hause!" Mit viel Geduld
habe David alle Untersuchungen und Eingriffe ertragen und "niemals hat er den Mut
aufgegeben", erzählt Großmutter Gertrud. David weiß, wie schwer krank er war und wie viele
Menschen bereit waren, für ihn Knochenmark zu spenden.
Besonders berührt hat die Familie, als im Gottesdienst aus Anlass des Kindergartenfestes in
Dattensoll für David gebetet wurde. "Wir haben sehr viel Kraft bekommen durch persönliche
Gespräche und Hilfestellungen, und wir haben einfach fest daran geglaubt, dass David die
Krankheit überstehen kann", so die Familie. "Wir müssen noch vorsichtig sein, und es
gibt auch noch Probleme mit dem Fuß, die durch die Chemotherapie verursacht wurden, aber wir
werden zusammenhalten und weiterhin fest daran glauben, dass David irgendwann vielleicht ganz
gesund sein wird."
Vor dem Weihnachtsfest hatten David und Julia Spaß beim Plätzchenbacken im Hause der Großeltern
in Dattensoll. Während Julia sagte "Ich kann jetzt wirklich keine Plätzchen mehr
essen", ließ es sich David weiterhin gut schmecken. Schließlich hat er einiges aufzuholen!
Von unserer Mitarbeiterin Elisabeth Eichinger-Hopf
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